Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

In der Arbeitsgemeinschaft Betrieb & Gewerkschaft organisieren sich Gewerkschafter*innen der LINKEN sowie parteilose Kolleg*innen, die eine politische Plattform für sozialistische Betriebsarbeit und Gewerkschaftspolitik suchen.

DIE LINKE ist in Hessen besonders eng mit den Gewerkschaften verbunden. Auch in Wiesbaden sind zahlreiche Gewerkschafter, Betriebs- und Personalräte in der LINKEN organisiert. So treffen wir uns z.B. regelmäßig zum Austausch, veranstalten Kulturfahrten und organisieren unsere Auftritte am 1. Mai und betriebliche Aktionen.


 

Die LAG Betrieb & Gewerkschaft Hessen fordert die Partei auf das Thema "KI" mit eigenen Antworten in der Gesellschaft zu diskutieren!

Die Landesarbeitsgemeinschaft Betrieb und Gewerkschaft in Hessen (LAG B u G) traf sich am 07.09.19 im DGB Haus Fulda zu einer Mitgliederversammlung. Es mussten u.a. die Delegierten für den kommenden Landesparteitag in Dietzenbach (am 19.10.) und die Bundesdelegiertenkonferenz der Bundesarbeitsgemeinschaft B u G (BAG) gewählt werden. Dazu aber später etwas mehr.

Als Gast duften wir Sandro Witt, dem stellvertretenden Vorsitzenden des DGB Bezirks Hessen-Thüringen begrüßen. Er hielt ein Input-Referat zum Thema „Digitalisierung in der Arbeitswelt“. In einer anschließenden Diskussion bzw einem Erfahrungsaustausch erläutertem wir sich daraus ergebende Möglichkeiten und Gefahren für die Belegschaften. Deutlich wurde, dass das Betriebsverfassungsgesetz hier einer Anpassung bedarf, um den betrieblichen Interessenvertretungen klare Anleitungen zu geben. Aktuell besteht die Gefahr, dass Betriebsräte mit der Geschwindigkeit der Veränderungen nicht mithalten können. Gute Schulungsangebote sind hierzu natürlich auch wichtig. Eine ganz konkrete Problematik der zunehmenden Digitalisierung ist die Entgrenzung von Arbeitszeit z.b. über so genanntes Homeoffice. Hier gilt es für die Interessenvertretungen gute Betriebsvereinbarungen im Sinne der Belegschaft abzuschließen. Diskutiert wurden außerdem Perspektiven für eine Arbeitszeitverkürzung durch Produktivitätssteigerungen. Es kann nämlich nicht sein, dass diesbezügliche Fortschritte in Form von zusätzlichen Profiten stets in den Taschen der Kapitaleigner landen.

Passend zu dieser wichtigen Thematik haben wir für Wiesbaden am 10.10. eine entsprechende Veranstaltung organisiert, die im DGB-Haus stattfinden wird. Detaillierte Infos werden folgen.

Ein weiterer TOP der Versammlung war ein Erfahrungsaustausch unter den jeweiligen örtlichen AGs. Wir konnten feststellen, dass unsere regionale Gruppe auf einem guten Weg ist und z.b. mit der alljährlichen Kulturfahrt ein sehr schönes Angebot bereithält. Allerdings wollen wir noch daran arbeiten, dass Betriebsräte und Gewerkschafter’*innen den „Gebrauchswert“ der LINKEN mehr vermittelt bekommen. Eine bessere Vernetzung in die örtlichen Betriebe ist hier vonnöten.
Positiv war außerdem, dass ein Vertreter unserer hiesigen AG zum Delegierten für den kommenden Landesparteitag in Dietzenbach am 19.10.19 gewählt wurde.

Gewählt wurden schließlich vier Delegierte für die Bundesdelegiertenkonferrenz der BAG B u G in Berlin im November. Ende des Jahres ist außerdem eine weitere Mitgliederversammlung auf Landesebene geplant, denn es muss ein neuer Sprecher*innenrat gewählt werden.

Mehr zur Infoveranstaltung der AG B&G Wiesbaden zum Thema Digitalisierung in der Arbeitswelt hier

Kundgebung zum Antikriegstag

Etwa 150 Menschen kamen zur Anti-Kriegskundgebung am 05.09. auf den Mauritiusplatz. Dazu blieben immer wieder Passanten stehen, um Teile der Veranstaltung mitzubekommen und sich zu informieren. Es gab Redebeiträge von Axel Gerntke (IG Metall), Sascha Schmidt (DGB) der DFG-VK, den Naturfreunden Hessen und ein Grußwort von "friday’s for future“.
Initiiert wurde die gemeinsame Aktion von der AG Betrieb und Gewerkschaft (AG B & G) in der Linken Wiesbaden, der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) in der SPD und dem DGB Kreisverband Rheingau Taunus.

Hervorzuheben ist die Ansprache des 1. Bevollmächtigten der IG Metall Wiesbaden-Limburg Axel Gerntke. Er wies darauf hin, dass ein ungezügelter Kapitalismus, mit seiner innewohnenden Tendenz zur stetigen Expansion die Gefahr birgt, Kriege und Faschismus hervorzubringen. Dies lehre uns die deutsche Geschichte, als die deutsche Schwerindustrie mit der NSDAP-Diktatur kooperierte. 1947 war dies selbst die Erkenntnis der CDU, wie es aus deren Ahlener Programm hervorgeht.
Weiter erklärte Axel, dass es Ziel der Gewerkschaften sein müsse Rüstungsbetriebe in Produktionsstätten für zivile Güter umzuwandeln. Bedarf gäbe es z.B. durch die Klima- bzw. Verkehrswende genügend. „Schwerter zu Pflugscharen“ im weiteren Sinne!  

Ziel der Kundgebung war es außerdem der Friedensbewegung in Wiesbaden und Umgebung wieder neuen Schwung zu verleihen. Dazu wurde für die Gründung einer neuen parteiübergreifenden „Friedenswerkstatt“ geworben. Wer hier Interesse hat, kann sich gerne an uns oder eine der oben genannten Organisationen wenden.

Eine Fotogalerie mit weiteren Eindrücken ist unter Fotos zu finden

Lukas Herok von Garnier

Kulturfahrt 2019: Nibelungenstadt Worms & KZ-Gedenkstätte Osthofen

2019 konnte die AG B&G die fünfte jährliche Kulturfahrt anbieten. Ziel war dieses Jahr die Stadt Worms sowie die in der Nähe gelegene Gedenkstätte für das Konzentrationslager in der Stadt Osthofen.

Gegen 8:30 trafen sich die Teilnehmer*innen am Wiesbadener Hauptbahnhof um gemeinsam mit der Regionalbahn ins benachbarte Rheinland-Pfalz auf zu brechen. Gestärkt von einem Frühstückchen unterwegs traf die Gruppe – die, wie jedes Jahr, bunt zusammengesetzt war aus Menschen unterschiedlichen Alters, Beschäftigungsverhältnissen, Partei- und Gewerkschaftszugehörigkeiten – eine gute Stunde später in Worms ein.

Ankunft am Bahnhof Worms

Stadtführung in Worms

Interessierte Zuhörer im Dom
Blick über den alten Jüdischen Friedhof
Luthers 'Große Schuhe'
Großes Lutherdenkmal

Erster Veranstaltungsblock war eine Stadtführung durch die historische Nibelungenstadt Worms.

Für etwa zwei Stunden wurden wir durch die Altstadt geführt. Dabei haben wir viel über die Geschichte Worms' erfahren. Die Bedeutung der Stadt für Staat und Kirche lässt sich anhand des prächtigen Doms St. Peter zu Worms – erbaut und über Jahrhunderte immer wieder erneuert und erweitert an einer Stelle, an der sich zu Römerzeiten bereits das örtliche Forum befand – gut begreiflich machen.

Eine weitere Stätte kultureller Bedeutung ist das Veranstaltungsgelände der jährlichen Nibelungen-Festspiele im Heylshof. Das äußerst schick und beeindruckende Gelände konnten wir aufgrund der Tageszeit glücklicherweise ohne die sonst vorgeschriebene Abendgarderobe besichtigen und dabei sozusagen in Martin Luthers Fußstapfen (und sogar in seine Großen Schuhe) treten, der an dieser Stelle vor rund 500 Jahren gegenüber seinem Kaiser Widerstand leistete, indem er sich weigerte seine Thesen zu widerrufen.

Bevor die Führung am großen (man könnte fast sagen übergroßen!) Lutherdenkmal endete machten wir Station am Eingang des alten Jüdischen Friedhofs, den wir leider aufgrund des Sabbats nicht betreten durften. Der Heiliger Sand genannte Friedhof ist einer der ältesten Jüdischen Friedhöfe in Europa. Im Hinblick auf unseren zweiten kulturellen Veranstaltungsteil kamen aus der Gruppe gezielt Nachfragen zur Verfolgung der Juden in Nazideutschland, die die Stadtführerin auch zu beantworten wusste.

 

Besuch der KZ-Gedenkstätte Osthofen

Nach einem sehr guten Mittagessen mit regionalen Köstlichkeiten erreichte die Gruppe nach einer kurzen Bahnfahrt die Gedenkstätte für das ehemalige Konzentrazionslager Osthofen.

In der Gedenkstätte begrüßte uns ein Geschichtsstudent und informierte uns zunächst zu den Hintergründen dieses KZs. Insbesondere Aufmerksamkeit galt dabei den Unterschieden zu den späteren viel größeren Konzentrationslagern. Osthofen war ein sehr frühes KZ (in Betrieb März 1933 bis Juli 1934) und man kann sagen, dass die Nazis dort geübt haben. Auf unseren Wunsch hin ging der Gruppenleiter extra ein wenig intensiver auf die Verfolgung von Widerständlern und Ideologiekritikern aus dem Bereich der politischen Linken sowie der Arbeiterbewegungen ein. Das Gesprächsklima in dieser ersten Runde war sehr ausgewogen zwischen Frontalvortrag und bereits Diskussionen. Es zeigte sich, dass viele der Teilnehmer Kenntnisse und Erfahrungen aus unterschiedlichen Bereichen, sowohl geschichtlich als auch aus der heutigen Gesellschaft.

Anschließend besichtigten wir verschiedene Bereiche des Lagers und bekamen so einen Eindruck vermittelt unter welchen Bedingungen die Insassen leben mussten. Auch während dieser Führung wurden uns Besonderheiten erläutert, beipsielsweise, dass die Organisation des Lagers noch nicht so durchgeplant war. Die Wärter hatten viel Spielraum für willkürliche Schikane. Die Entwicklung der Lagerorganisation und was "man sich alles leisten kann" waren Erkenntnisse, welche die Nazis für spätere Lager nutzten.

In der Abschlussdiskussion tauschten wir uns zu verschiedenen Themen und Eindrücken des Tages aus. Viele Beteiligte äußerten sich besorgt bezüglich der immer weiter verbreiteten rechten Hetze in letzter Zeit. Insbesondere durch die Besichtigung dieses frühen KZs stellten wir klar fest, dass es wichtig ist den Anfängen zu wehren, diese Entwicklungen sehr ernst zu nehmen und sich entschieden entgegen zu stellen!

Informationsrunde in der Gedenkstätte
Abschlussdiskussion im Außenbereich
Ein Eis vor der Rückfahrt

Abschließend an unseren etwa zweistündigen Aufenthalt in der Gedenkstätte gönnten wir uns nach der schweren Kost und der intensiven inhaltlichen Arbeit ein Eis am Bahnhof in Osthofen bevor wir von dort wieder nach Wiesbaden fuhren, wo wir gegen 18:30 ankamen.

Anhand der eigenen Eindrücke und der Reaktionen und Rückmeldung der Teilnehmer*innen können wir als AG die diesjährige Kulturfahrt als vollen Erfolg verbuchen. Insbesondere die Vielfalt in den Diskussionsbeiträgen zeigte uns, dass es wichtig ist Menschen mit verschiedenen Hintergründen zusammen zu bringen. Der Austausch ist sehr wertvoll.

Ebenso nehmen wir als Eindruck mit, dass die Aufarbeitung und Information zur Verfolgung von Widerständlern ein Thema ist, dass wir auch nach Wiesbaden mitnehmen und dort mit vereinten Kräften bearbeiten sollten.

 

Kundgebung am Tag der Arbeit

Wie in den vorangegangenen Jahren, hat die AG B&G mit Unterstützung durch die Genoss*innen des Kreisverbandes an der Kundgebung des DGB am Tag der Arbeit teilgenommen. Gemeinsam mit anderen Verbänden und Organisationen zeigten wir auf dem Wiesbadener Kranzplatz Flagge für Arbeitnehmer. In diesem Jahr haben wir symbolisch Unterschriften der Besucher gesammelt um auf Missstände im Bereich der Pflege aufmerksam zu machen.

Damit Pflege nicht krank macht!

Weitere sonnige Eindrücke sind in dieser Galerie zu finden (es sind mehr als vier Fotos, zur Seite durchklicken)

Rechter Einfluss in Betrieb & Gewerkschaft

Diskussions- und Informationsabend mit Ulrike Eifler

Am 10. Januar 2019 veranstaltete die AG Betrieb und Gewerkschaft einen Informationsabend zum Thema “Rechter Einfluss in Betrieben und Gewerkschaften und unsere Strategie dagegen”. Als Referentin konnten wir Ulrike Eifler (4. von rechts im oberen Bild) gewinnen. Ulrike hat langjährige Gewerkschaftserfahrungen, war von 2012 bis 2013 Gewerkschaftssekretärin und ist seit 2014 Geschäftsführerin des Deutschen Gewerkschaftsbundes in der Region Südosthessen. Neben ihrer Gewerkschaftstätigkeit engagiert sie sich in der Partei für Arbeitnehmerpolitik. So ist sie aktuell im BundessprecherInnenrat der AG Betrieb und Gewerkschaft, sowie im Parteivorstand. In ihrer Expertise verbindet sie Gewerkschaftsalltag und Linkspolitik, was sie für den Informationsaustausch sehr wertvoll für uns machte.

 

In dem Vortrag, der in den inhaltlichen Teil des Abends einführte berichtete Ulrike zu den folgenden Herausforderungen im Umgang mit der organisierten Rechten im Bereich Arbeitnehmerbewegung und Gewerkschaftsarbeit:

Es zeigt sich, dass alte Strategien in der Auseinandersetzung nicht mehr ausreichen. Bewusste Demaskierung hat im Umgang mit der NPD und den REPs noch zu Einbußen in Wählerzahlen geführt. Bei der AfD zeigt sich, dass Demaskierung nicht mehr in diesem Maß schadet. Sie erreichten in den letzten Jahren trotzdem zweistellige Wahlergebnisse. Ebenso zeigt sich, dass Gegenmobilisierung und gebildete Argumentation, die an vielen Orten stattfindet, nicht den gleichen Effekt zeigt wie früher. Ulrike beschreibt eine politische Entwurzelung, die dafür verantwortlich sein könnte. Ein sinkendes Zugehörigkeitsgefühl zu den Inhalten und Strukturen der länger etablierten Parteien. Als möglichen Beginn und Mitauslöser dafür nennt sie die Umsetzung der Agenda 2010. Auch wenn sich die Gegebenheiten und die Wirksamkeit von Aktionen in den letzten Jahrzehnten geändert haben, bleibt es aber weiter besonders wichtig Gegenprotest und offene Demaskierung zu betreiben es scheint aber nötig zu sein neue Strategien zu entwickeln oder weiter zu stärken. Schwerpunktmäßig muss an der sozialen Krise und dem gesellschaftlichen Umbruch gearbeitet werden.

 

Die organisierte Rechte greift in den letzten Jahren gezielt die (linke) Arbeiterschaft an. Zu diesen Angriffen zählen Mahnwachen vor Gewerkschaftshäusern, teilweise mit Absperrungen und dem Aufruf “Gewerkschaftshäuser schließen!”, aber auch der gezielte Versuch den 1. Mai den Gewerkschaften zu entreißen. Es gab Äußerungen man müsse den Linken ihr Kronjuwel - die soziale Frage - abjagen.

Ulrike zieht Vergleiche zur Zeit des Nationalsozialismus. Im Faschismus wurden damals wie heute die Arbeiterbewegungen bekämpft. Arbeiterrechte wurden erheblich eingeschränkt. Der Kampf gegen den Faschismus ist nach Ulrike ein Klassenkampf bei dem die Arbeiterklasse und die Gewerkschaften eine Schlüsselrolle spielen. Methoden und Rhetorik der Ausgrenzung stoßen heute bei tief frustrierten Wählern auf offene Ohren. Der Ausgrenzung entgegen steht das Prinzip der Solidarität, welches aber ein starkes Gefühl von Zusammenhalt braucht. Es fehlt laut Ulrike derzeit an einem Selbstverständnis der Arbeiterklasse. Problematisch sieht sie dabei, dass es keinen linken Flügel in Gewerkschaften und Arbeiterbewegungen gibt. Um die Situation zu verbessern fordert sie, dass wir uns an die Seite der Gewerkschaften stellen und eine stärkere Debatte in der Partei führen.

 

In der anschließenden Diskussion wurden viele Punkte des Vortrags aufgegriffen und größtenteils mit eigenen Erfahrungsberichten bestätigt. Es zeichnete sich insgesamt ab, dass eine Stärkung der Arbeiterbewegungen, die Verstärkung des Selbstverständnisses der Arbeiterklasse und die Stärkung der arbeitspolitischen Themen in der Partei wichtige Aufgaben sind um der organisierten Rechten in Deutschland mehr entgegensetzen zu können.

 

Weitere Informationen:

Zehn Thesen für einen klaren anti-AfD-Kurs der Gewerkschaften auf den Seiten der BundesAG B&G mit Aktionspapier (PDF)

Veranstaltungshinweis

Rechter Einfluss in Betrieben und Gewerkschaften

Die AG B&G Wiesbaden veranstaltet am 10.01.2018 einen Informations- und Diskussionsabend zum Thema:

"Rechter Einfluss in Betrieben und Gewerkschaften und unsere Strategie dagegen"

 

Flagge zeigen vor der HSK

Gute Resonanz fanden Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Betrieb und Gewerkschaft (AG B&G) dieser Tage bei einer frühmorgendlichen Verteilaktion vor den Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken (HSK). Die Flyer enthielten neben einer kleinen süßen Aufmerksamkeit ein Dank an die Beschäftigten und Wertschätzung für ihre geleistete harte Arbeit im abgelaufenen Jahr und eine Einladung zur Vorführung des kritischen Films „Der marktgerechte Patient“. Das Echo war ganz überwiegend positiv.
Die erste Verteilaktion unserer Partei an dieser Stelle fand übrigens am 3. Oktober 2011 statt. Damals wehrten wir uns gegen Pläne von CDU und SPD in Wiesbaden zur Privatisierung der HSK. Wir prophezeiten negative Folgen für die Patienten und Beschäftigten, sobald ein privater, rein auf Profit orientierter Konzern das Regiment in der HSK übernimmt. Dass unsere Warnungen von damals mehr als begründet waren, hat ein Kollege bei der Flugblattverteilung mit seinen Worten bestätigt. Er sprach von Hungerlöhnen im Servicebereich der Klinik.
Für uns war die Verteilung motivierend und ein Hinweis darauf, dass wir gebraucht werden und noch öfter vor der HSK und auch in der Stadt Flagge zeigen müssen und werden. Wir kämpfen auch 2019 weiter für die Rücknahme der Privatisierung, die Rekommunalisierung unserer HSK und anständige, menschenwürdige Bedingungen für alle Beschäftigten und Patienten.
Hans-Gerd Öfinger

Kulturfahrt 2018: Großes Interesse an 200 Jahre Karl Marx

Am 14.Juli 2018 unternahm die AG B&G Wiesbaden ihre 4. Kulturfahrt, diesmal nach Trier, um dort u.a. die Landesausstellung zu 200 Jahre Karl Marx zu besichtigen.

Samstag früh um 7:00 Uhr trafen sich 20 Genoss*nnen und Gerwerkschafter*nnen am Bahnhof in Wiesbaden. Auch der Gewinner unseres Gewinnspiels vom 1.Mai war dabei. Das Wetter war wie unsere Laune, sehr gut. Die Fahrt durch das herrliche Mittelrheintal ließ Urlaubsgefühle aufkommen. Unterwegs gab es ein rustikales Frühstück mit Weck, Worscht und Rotwein. In Trier ging es zunächst zum Rheinischen Landesmuseum. Hier hatten wir eine Führung zum Thema „Karl Marx-Leben, Werk, Zeit“ gebucht.

Mit dem uns zugewiesenen Führer hatten wir ausgesprochenes Glück. Herr Schneider war unglaublich engagiert. Obwohl er einer anderen Partei angehört, spürten wir seine Begeisterung für das Leben und Werk von Karl Marx und sogar eine gewisse Sympathie für unsere Gruppe. Er hat so lebhaft und anschaulich über Karl Marx und seine Zeit berichtet, dass er darüber die Zeit vergessen hat. Uns war es keine Sekunde langweilig. Allerdings mussten wir uns dann richtig beeilen um zum Mittagessen in die Kartoffelkiste zu kommen. Nach dem Mittagessen ging es zur Stadtführung. An der Porta Nigra wartete Herr Schneider auf uns, um uns durch seine Stadt zu führen. Zuerst wollten wir natürlich das von China gestiftete und viel diskutierte Denkmal von Karl Marx sehen. Uns erschien die Größe des Denkmals der Bedeutung von Karl Marx genau angemessen, von wegen überdimensioniert! Zu einem Erinnerungsfoto hatten wir uns unter Karl mit gereckter Faust positioniert und kurz die „Internationale“ angestimmt. Das hat allerdings einem Trierer Bürger missfallen, der uns dann beschimpft hat. Herr Schneider hat ihn dann resolut in die Schranken gewiesen, guter Mann. Dann ging es weiter auf den Spuren des jungen Karl Marx, der hier in die Schule gegangen ist und seine Jungendjahre verbracht hat. Nach der Stadtführung blieb uns noch freie Zeit, die jeder so verbringen konnte, wie er wollte.

Die Abfahrt mit der Bahn erfolgte verspätet, so dass uns in Koblenz nur eine Minute zum Umsteigen blieb. Sehr sportlich haben wir es alle geschafft den Anschlusszug zu erreichen. Gegen 20:30 Uhr waren wir wieder in Wiesbaden. Alle waren der Meinung, es war ein sehr interessanter und aufschlussreicher Tag. Wir freuen uns auf die 5. Kulturfahrt der AG B&G.


Kontakt zur AG

agbg@dielinke-wiesbaden.de

Lukas Herok von Garnier

Nina Schild, 0611 - 3602 4955

Michael Leschnik, 0170 - 9381 998

Betrieb & Gewerkschaft Online

LandesAG B&G Hessen

BundesAG B&G

Zeitung der BAG