24. November 2011

Zum morgigen Internationalen Tag zur Beseitigung jeder Form von Gewalt gegen Frauen erklärt die frauenpolitische Sprecherin der Fraktion LINKE&PIRATEN, Manuela Schon:

Jede vierte Frau weltweit ist von häuslicher Gewalt in Form von physischer Gewalt, psychischer
Gewalt, sexueller Gewalt oder ökonomischer Gewalt betroffen, jede siebte lebt in einer
Gewaltbeziehung. Prof. Kai Bussmann sagt deshalb zu Recht: „Es gibt in unserer hochzivilisierten
Gesellschaft keinen unsicheren Ort als die Familie“.

Seit dreißig Jahren findet alljährlich am 25. November der von den Vereinten Nationen deklarierte
Internationale Tag zur Beseitigung jeder Form von Gewalt gegen Frauen statt. Seit dem 25.
November 1981 wird weltweit durch Aktionen, Veranstaltungen und Tagungen von Frauenprojekten und Initiativen, zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Kinder aufgerufen. Dass die Bundesregierung Gewalt gegen Frauen häufig immer noch als Privatangelegenheit betrachtet und die Länder die Gelder für die 360 Frauenhäuser kürzen, die als Fluchtorte oft der letzte Ausweg für Frauen und ihre Kinder sind, belegt, dass das Thema endlich ernst genommen werden muss. Deutschland ist dringend aufgefordert die internationalen Vereinbarungen mit der UN und dem Europarat einzuhalten.

„Ich fordere die Stadtverordnetenversammlung auf, bei den kommenden Haushaltsplanberatungen
mehr Geld für die Wiesbadener Frauenhäuser zur Verfügung zu stellen. Diese haben trotz
steigender Fallzahlen und Inflation seit ihrer Eröffnung 1986, bzw. 1991, kaum zusätzlichen
Leistungen erhalten Auch die Opfer- und Täter-Beratungsstellen, die eine