19. Februar 2008

Muttersprachlicher Unterricht fördert Integration

DIE LINKE.Wiesbaden Rheingau-Taunus-Kreis unterstützt die Forderung des Stadtverordneten Hubert Müller (Bündnis 90/Die Grünen) nach muttersprachlichem Unterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund. Dies sollte sich jedoch nicht nur auf türkischstämmige Personen beschränken.

Wie sprachwissenschaftliche Studien zuhauf belegen ist das Beherrschen der Muttersprache der Schlüssel zum Erlernen einer anderen Sprache, also auch der deutschen. Deshalb gilt: Wer Integration fordert, muss auch Mehrsprachigkeit fördern.

In vielen Ländern (darunter auch die PISA-Spitzenreiter) wurde Mehrsprachigkeit bereits als Chance erkannt und muttersprachlicher Unterricht gehört dort schon lange zum Schulalltag. Im Gegensatz dazu werden in der BRD die Kompentenzen in der Herkunftssprache leider noch immer als Defizit angesehen. Gleichzeitig werden jedoch bilinguale Schulzweige positiv bewertet und gefördert. Diese Ungleichbewertung muss endlich aufgehoben werden.


Manuela Schon, bildungspoltische Sprecherin