12. Januar 2009

Oskar Lafontaine läutet Wahlkampendspurt ein - DIE LINKE.Wiesbaden nimmt vier neue Mitglieder auf

Am gestrigen Sonntag kamen trotz eisiger Kälte 220 Personen nach
Wiesbaden-Erbenheim zur Veranstaltung der Linksfraktion im Bundestag mit
deren Fraktionsvorsitzenden Oskar Lafontaine.

Das Ergebnis der hessischen Landtagswahl, so Lafontaine, bedeute eine
Weichenstellung für ganz Deutschland. Viele hätten noch nicht
verstanden, dass es nicht mehr nur darum gehe, ob Koch Ministerpräsident
bleibe oder nicht. Wenn es in Hessen zu einer schwarz-gelben Mehrheit
komme und DIE LINKE nicht mehr in den Landtag einzöge, hätte dies
Einfluss auf alle anstehenden Wahlen des Jahres bis zur Bundestagswahl.
Seine Sorge sei, dass dann Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer,
Rentnerinnen und Rentner und Hartz IV-Bezieher durch weiteren
Sozialabbau für die Kosten der Wirtschaftskrise aufkommen müssen. Auf
der hessischen Partei laste eine große Verantwortung: Nur wenn DIE LINKE
in Hessen gestärkt in den Landtag komme, gäbe es überhaupt auch nur die
Chance, soziale Gerechtigkeit zu erreichen.

Der Politikwechsel In Hessen, so Lafontaine weiter, sei an der SPD
gescheitert. Wenn die SPD jetzt eine Koalition mit der CDU in Betracht
ziehe und es zum Hauptwahlkampfziel erkläre, DIE LINKE aus dem Landtag
zu drängen, dann sei dies unanständig. Die SPD sei unglaubwürdig und
nicht mehr wählbar.

Nach der Rede Oskar Lafontaines erklärten spontan vier Teilnehmer der
Veranstaltung ihren Eintritt in DIE LINKE, darunter auch ein Mitglied
der Industriegewerkschaft Bergbau-Chemie-Energie.

Für den Verein Linke Hilfe e.V., der drei Mal in der Woche im Büro der
LINKEN Wiesbaden Beratung und Begleitung für Hartz IV-Betroffene
anbietet, konnten unter den Veranstaltungsteilnehmern über 300 Euro an
Spenden gesammelt werden.

Fotos zur Veranstaltung hier