22. April 2009

Kampf um Arbeitsplätze bei Federal Mogul wird härter

21.04.2009

Kampf um Arbeitsplätze wird härter

Unterstützung für die Belegschaft von Federal Mogul in Wiesbaden – bessere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter des Rhein-Main-Jobcenter in Frankfurt

„Der Kampf um die Verteidigung von Arbeitsplätzen wird entschieden härter. Das ist mein Eindruck, nachdem ich an der Demonstration und der Warnstreikkundgebung der Belegschaft von Federal Mogul, ehemals Glyco, in Wiesbaden teilgenommen habe“, erklärt Wolfgang Gehrcke, hessischer Bundestagsabgeordneter der LINKEN.„DIE LINKE wird diese Kämpfe solidarisch begleiten. Die Belegschaft von FederalMogul wehrt sich gegen die geplante Entlassung von 436 Kolleginnen und Kollegen“, so Gehrcke weiter. „Die Geschäftsleitungen sprechen die Sprache des Geldes, der Erpressung und unverhohlenen Drohung. Demokratie darf nicht vor dem Werkstor enden. Nachdem die Gespräche mit der Betriebsleitung gescheitert sind, stimmt die Belegschaft in einer Urabstimmung über einen Streik ab. Gewerkschaftliche Erzwingungsmaßnahmen bei Federal Mogul hätten angesichts bundesweit angekündigter Massenentlassungen in vielen Betrieben exemplarische Bedeutung. Für den Erfolg solcher Kämpfe brauchen die Belegschaften und die Gewerkschaften Unterstützung und Solidarität aus der Gesellschaft. Dafür wird sich DIE LINKE engagieren.Ansteigende Arbeitslosigkeit und eine verbesserte Betreuung von Arbeitslosenwaren auch Themen bei meinem heutigen Treffen mit dem Betriebsrat des Rhein-Main-Jobcenters in Frankfurt. Alle Akteure, also auch die kommunalen, müssen in die Neugestaltung der ARGEn einbezogen werden. Ihre Mitarbeiter müssen dringend unbefristete Arbeitsverträge erhalten. Außerdem muss die Zahl der Mitarbeiter in den ARGEn erhöht werden, um eine zügige Bearbeitung von Anträgen angesichts der zunehmenden Massenarbeitslosigkeit zu gewährleisten.“

Wolfgang Gehrke (MdB), DIE LINKE