13. Oktober 2007

Bauwut verschandelt Rheingau

Gegen den entschiedenen Protest vieler Bürgerinnen und Bürger wurde der Bau der großen Kellereianlage am Steinberg nahe Kloster Eberbach durchgesetzt. Der Öffentlichkeit wurde versichert, man werde sich an die Auflagen des Landesamtes für Denkmalschutz halten und eine unterirdische Kellerei bauen. Wie der Wiesbadener Kurier am 2.10.2007 dokumentierte,
haben rumänische Arbeiter dort für Dumpinglöhne gearbeitet. Nun wächst ein großer Rohbau am Steinberg aus dem Boden. Damit wird die dortige historische gewachsene denkmalgeschützte Kulturlandschaft verschandelt. DIE LINKE fordert, die Auflagen der Baugenehmigung, nach der „ein Heraustreten des Baukörpers aus dem Gelände an welcher Stelle auch immer nicht möglich ist“ nach Geist und Buchstaben einzuhalten und die oberirdischen Bauteile
wieder zu entfernen. DIE LINKE will, dass die Staatsweingüter wieder zu einem Staatsbetrieb werden. Dafür ist der Status einer GmbH zurückzunehmen. Es gilt die Vorbildfunktion als Weinbaubetrieb zu erhalten, den ökologischen Weinbau auszuweiten und wieder eine enge Zusammenarbeit mit der Forschungsanstalt Geisenheim zu pflegen. DIE LINKE nimmt die Sorgen der Winzer im Rheingau ernst. Sie fürchten zu Recht die bedrohliche Konkurrenz des traditionsreichen, mit 200 Hektar Rebfläche größten Weinguts Deutschlands. Im Falle des Einzugs in den Landtag im Januar kommenden Jahres werden Abgeordnete der LINKEN die parlamentarischen Möglichkeiten nutzen, um die Kulturlandschaft im Rheingau vor weiterer Verschandelung zu schützen und die Staatsweingüter wieder in öffentliches Eigentum zu überführen.