28. Juni 2007

Preiserhöhung im Nahverkehr nicht gerechtfertigt!!!

Die jetzt durch den RMV (Rhein-Main-Verkehrsverbund) angekündigte Tariferhöhung im Bereich des Nahverkehrs wird vom Kreisverband der Partei DIE LINKE. Wiesbaden Rheingau-Taunus-Kreis heftig kritisiert. „Das Argument der gesenkten Zuschüsse sei schon für die vergangene Preisanhebung verwendet worden“, berichtet Pressesprecher Mike Ladwig in einer aktuellen Stellungnahme. „Zudem sei nicht nachvollziehbar, dass Serviceverschlechterungen (weiterhin deutlich steigende Zahl von Verspätungen und Ausfall von Zügen) mit Preiserhöhungen einhergehen“.  Die Partei DIE LINKE. fordert die Stadt Wiesbaden auf, ihren Einfluss z.B. im RMV-Fahrgastbeirat geltend zu machen, um den Nachteilen für die vielen Pendler von und nach Wiesbaden entgegenzuwirken.   

Seit geraumer Zeit ist deutlich, dass die Bahn eine Privatisierung mit verbundenem Börsengang anstrebt. Die Abschaffung des profitablen  Interregio (als günstige Stadt-Stadt-Verbindung) zu Gunsten des wesentlich teureren ICE, wie auch größere  Investitionen nur im Fernverkehr zeigen dies klar auf.  

Die aktuell von der Bahn betriebene Politik mit dem Ziel der Privatisierung bedeutet in der Konsequenz jeglichen  Verlust von Einflussmöglichkeit seitens des Bundes. Staatliche Unternehmen müssen volkswirtschaftlich handeln, einer sozialen Verantwortung gerecht werden. Privatunternehmen rechnen rein betriebswirtschaftlich. Die sozial- und umweltpolitischen Argumente zum Umstieg auf die Bahn werden mit solcher Politik konterkariert.  DIE LINKE fordert eine Bürgerbahn, keine Börsenbahn.